Biosphärengebiet wird Südschwarzwald beleben

Anlässlich seiner Sommertour durch den Landkreis traf sich der Lörracher Landtagsabgeordnete Josha Frey mit dem Leiter der Projektstelle Biosphärengebiet Walter Krögner vom Regierungspräsidium Freiburg und dem Regionalplaner und zukünftigen Kreisrat Gerhard Zickenheiner in Herrenschwand, um sich über den Entwicklungsprozess des geplanten Biosphärengebiets aus erster Hand informieren zu lassen. Der Abgeordnete freute sich, dass bisher 17 von 34 Gemeinden in der vorgesehenen Gebietskulisse zugesagt haben, sich am Verfahren zur Schaffung eines Biosphärengebiets im Südschwarzwald zu beteiligen. In dieser Phase seien diese Gemeinden in der bevorzugten Lage, aktiv auf die Planungen Einfluss zu nehmen, bevor voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2015 der definitive Beschluss in den betroffenen Gemeinderäten erfolgen wird. Josha Frey gewann den Eindruck, dass gerade die Beteiligung der betroffenen Gemeinden beim Regierungspräsidium Freiburg eine hohe Priorität genießt und niemand gezwungen würde, bei diesem zukunftsweisenden Projekt mitzumachen. Ein gutes Beispiel stelle dabei das „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ dar, das 2009 von der UNESCO in das Weltnetz der Biosphärengebiete aufgenommen wurde und seither als erstes Biosphärengebiet in Baden-Württemberg für alle Bewohnerinnen und Bewohner eine Bereicherung darstellt. Zwar seien damals kritische Stimmen von Jägern und Förstern laut geworden, weil 3 % des Gesamtgebiets als Kernzone einen besonderen Schutz genießt. Doch auch diese sind verstummt, weil sowohl das Jagen und Wandern auf vorhandenen Wanderwegen erlaubt ist. Für die Kernzonen sind ausschließlich Wälder im öffentlichen Eigentum (Staats- und Kommunalwald) vorgesehen. Mittlerweile hat sich die Vermarktung von regionalen Produkten und der Tourismus im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ stark entwickelt, weil schon über 500 eigene Projekte von den dortigen Gemeinden umgesetzt wurden, welche auch von zusätzlichen Zuschüssen vom Land profitierten. Wenn das zukünftige Biosphärengebiet Südschwarzwald die angestrebten 80.000 Hektar erreicht, stehen den Biosphärenkommunen jährlich zusätzlich 660.000€ zurVerfügung, worin mindestens 200.000€ für Projekte zur Verfügung stehen werden, bestätigte der Vertreter des Regierungspräsidiums Walter Krögner. Gerhard Zickenheiner verwies auf die hohe Werbewirksamkeit des Labels „Biosphärengebiet“ auch für Sponsoren, was in vergleichbaren Gebieten durch den Zufluss von Sponsoringmitteln für zusätzliche Projektgelder führte, die die regionale Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus förderten.Die vorgesehene Geschäftsstelle eines Biosphärengebiets Südschwarzwald sollte aus Sicht des grünen Landtagsabgeordneten Josha Frey sowohl verkehrlich gut angebunden

sein, als auch von der Standortgemeinde ein klares Bekenntnis zum Biosphärengebiet erhalten. Am Ende des Informationsgesprächs zeigte sich Josha Frey zuversichtlich, dass beim nächsten Treffen am 9. September 2014 auch die Bedenkenträger des Biosphärengebiets anwesend sein werden, da dort sein Fraktionskollege und Biosphärenspezialist Dr. MarkusRösler im Wiesental bei einer öffentlichen Veranstaltung Rede und Antwort zum Biosphärengebiet stehen wird.

 

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