Grünes Wahlprogramm passt zur Region und zu Baden-Württemberg

Bundestagskandidat Gerhard Zickenheiner stellte auf der Kreismitgliederversammlung den Entwurf des Wahlprogramms zur Bundestagswahl vor und stimmte auf den beginnenden Wahlkampf ein

Nach einer zusammenfassenden Darstellung des Wahlprogramms durch Gerhard Zickenheiner, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim, diskutierten die Lörracher Grünen intensiv über die wesentlichen Inhalte des Programms. Die Anwesenden waren sich einig, dass mit den Themenschwerpunkten Ökologie, Energiewende und Mobilität, ein starkes Europa sowie soziale Gerechtigkeit, das Programm eine klare grüne Handschrift trage. Der aktuelle Entwurf enthalte bereits jetzt viele konkrete Ideen und Vorschläge, um grüne Politik im Falle einer Regierungsbeteiligung nach vorne zu bringen. Architekt und Regionalentwickler Zickenheiner freut sich über die Schwerpunkte bezahlbarer Wohnraum und vielfältige regionale Landwirtschaft, die gerade in unserer Region wichtige Zukunftsthemen darstellen. „Mit den Themen trifft das Wahlprogramm den Nerv der Zeit.“, so der Vorstandsprecher Hartmut Schwäbl.

 

Gegen Aufrüstung und für Bekämpfung der Fluchtursachen
Die Grünen positionieren sich klar gegen die Aufrüstung auf 2% des Bruttoinlandsprodukts und fordern stattdessen den Ausbau der Unterstützung von Entwicklungsländern, damit diese wirtschaftlich fortschreiten können. „Das ist Bekämpfung der Fluchtursachen und rettet Menschenleben. Seit Jahrzehnten verfehlt Deutschland das selbstbenannte Ziel von 0,7% des BIP um fast die Hälfte“, so Zickenheiner, “geradezu fassungslos bin ich angesichts der unreflektierten Zusagen der Regierung zu einem neuen Wettrüsten.“ Es besteht Einigkeit bei den Kreismitgliedern über die große Bedeutung des grünen Ur-Themas Friedenssicherung gerade in Anbetracht der Entwicklung der internationalen Krisenregionen.

 

Präzise Problembenennungen und realistische Lösungsansätze
Zickenheiner sieht den Programmentwurf insbesondere deshalb als sehr stark an, weil die Probleme präzise beschrieben werden und klare Umsetzungs- und Verbesserungsvorschläge benannt werden. „Damit kann man arbeiten. Ich freue mich darauf, über diese Themen mit den Menschen im Wahlkreis ins Gespräch zu kommen.“

 

Lokale Ausrichtung
Baden-Württemberg zeigt nun schon in der zweiten Regierungskonstellation, wie grüne Realpolitik erfolgreich gestaltet und das Land vorwärtsbringt. Wer grüne Politik vom Typ Baden-Württembergs deutlicher im Bund sehen will, der wählt bei uns Grün, so der Konsens in der Mitgliederversammlung. „In Schleswig-Holstein zeigte Robert Habeck deutlich, wie Grüne und Landwirtschaft im fruchtbaren Dialog zusammenkommen können,“ so Zickenheiner, „das ist auch unser Thema. Wir haben eine hochwertige kleinteilige Landwirtschaft, die uns gutes Essen aus der Region liefert und die Kulturlandschaft pflegt. Diese und ihre Entwicklung zur Nachhaltigkeit müssen wir begleiten und fördern, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen. Dies bedeutet ein Umschichten in der Agrarpolitik, weg von der massiven Unterstützung der industrialisierten Landwirtschaft und der Massentierhaltung, hin zur Förderung einer kleinteiligen und diversifizierten Landwirtschaft, wie wir sie hier haben.

 

Josua Kalt im Alter von 23 Jahren in den Vorstand gewählt.
Aus persönlichen Gründen schied Dietmar Ferger aus dem Kreisvorstand aus. Die Kreismitgliederversammlung setzte bewusst ein deutliches Zeichen für noch mehr Einbindung von jungen Menschen im Landkreis mit der Wahl von Josua Kalt aus Schopfheim. Er wurde einstimmig durch die Mitgliederversammlung als Nachfolger des scheidenden Kreisvorstandes gewählt. Die Mitglieder bedankten sich bei Dietmar Ferner für seine in den vergangenen Jahren unermüdlich geleistete Arbeit.
In der Kreismitgliederversammlung wurden darüber hinaus mit Gerhard Zickenheiner und Josua Kalt auch die Delegierten für den Bundesparteitag und die Delegierten für den Landesparteitag im Jahr 2017 gewählt.

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