Gesellschaft und Soziales

In bester Gesellschaft: Hier kommen wir gemeinsam voran

Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt ihrer Mitglieder und dem Talent, das jeder von uns in das tägliche Leben einbringt. Gemeinsam können die Bedürfnisse der Einzelnen besser be­rücksichtigen und zugleich das Zusammenleben weiter stärken und ausbauen. Denn egal wel­cher Herkunft wir sind, welches Alter wir haben und mit welchem Voraussetzungen wir gebo­ren wurden: Von gesellschaftlicher Teilhabe profitieren alle, weshalb wir die Wege dazu in allen Bereichen erleichtern möchten.

Inklusion

In einer inklusiven Gesellschaft für Menschen mit und ohne Behinderung, wird Vielfalt als Stärke und besonderes Talent verstanden. Diese Inklusion ist aber keine ausschließliche Sache der Be­hindertenpolitik, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen möchten. Jeder Mensch ist in seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen anders.

Wir GRÜNEN möchten im Landkreis Lörrach eine Gesellschaft mitgestalten, die diese Vielfalt ermöglicht – sowohl hinsichtlich körperlicher und geistiger Befähigung, als auch in Bezug auf unterschiedliche Lebens- und Glaubenskonstrukte. Eine Gesellschaft der Vielfalt hat viel zu bie­ten.

Menschen mit Behinderung

Menschen mit physischen Erkrankungen oder Behinderungen sind Mitglieder unserer Gesell­schaft, die eine inklusive Gesellschaft werden soll. Mit den bestehenden Teilhabeplänen ‚Sozial­planung für geistig, körperlich und mehrfach behinderte Menschen Teil 1‘ sowie der ‚Sozialpla­nung für seelisch behinderte Menschen‘ wurden gemeinsame Arbeits- und Planungsdokumente für die Weiterentwicklung der Behindertenhilfe mit Bedarfsprognosen für die nächsten zehn Jahre im Kreistag verabschiedet.

Wir GRÜNEN haben die darin vorgeschlagenen Arbeitsschritte und die Vorgehensweise aktiv mitentwickelt und werden sie auch weiterhin aktiv unterstützen.

Ältere Menschen

Wir leben in einer Gesellschaft, die immer älter wird und wir sind aufgefordert, uns an die Be­dürfnisse einer älter werdenden Generation anzupassen. Auch hier wird derzeit ein Teilhabeplan (Teil 4) entwickelt, an dem verschiedene Arbeitskreise mitarbeiten.

Wir GRÜNEN glauben, dass ältere Menschen mit ihren Erfahrungen gebraucht werden und ak­tive Seniorinnen und Senioren eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Daher setzen wir uns dafür ein, dass der Landkreis Initiativen unterstützt, die das Zusammenleben der Generatio­nen und den Austausch zwischen den verschiedenen Lebensaltern fördern.

Lesben, Schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschen

Die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen ist ein wich­tiger Ausdruck unserer vielfältigen Gesellschaft. Kein Mensch darf aufgrund seiner sexuellen Identität oder seines Geschlechts diskriminiert oder Opfer von Gewalt werden. Die besten Mittel gegen gesellschaftliche Ausgrenzung sind Bildung und Aufklärung.

Wir GRÜNEN möchten dieses Thema daher stärker in die Öffentlichkeit bringen und aktiv einen toleranten und vielfältigen Landkreis gestalten. Denn gleiche Liebe verdient gleiche Rechte.

Engagement für Migranten und Migrantinnen

Im Landkreis ist es in einer beispielhaften Form bürgerschaftlichen Handelns gelungen: sowohl Flüchtlingen als auch Migrantinnen und Migranten wird eine sichere Aufnahme während ihres Aufenthalts ermöglicht. Damit diese Menschen erfolgreich an unserer Gesellschaft teilnehmen können, brauchen sie eine menschenwürdige und integrationsfördernde Umgebung. Hier ist der direkte Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis der beste Weg in unsere Ge­sellschaft.

Wir GRÜNEN unterstützen daher aktiv bürgerschaftliches Engagement, das Asylsuchenden und allen Menschen aus anderen Kulturen hilft, sich im Landkreis Lörrach zu integrieren.

Wir GRÜNEN setzen uns weiterhin dafür ein, dass Gewaltprävention und der Abbau von Frem­denfeindlichkeit und Rassismus Bestandteile der Integrationspolitik sind.

Auch für Migrantinnen und Migranten gilt: soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe werden zum großen Teil über Schulbildung und Sprache bestimmt.

Uns GRÜNEN ist die Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen daher besonders wichtig. Eine gelungene Sprachförderung ist die beste Voraussetzung, damit heranwachsende Migran­tinnen und Migranten eine vernünftige Schul- und Berufsausbildung anschließen können. Wir GRÜNEN meinen, dass die Ausbildung junger Migrantinnen und Migranten eine gesamtgesell­schaftliche Aufgabe ist, denn auch ihnen müssen alle Chancen des deutschen Bildungssystems offen stehen.

Faire und sichere Arbeit:

Arbeitsmarktpolitik betrifft sowohl jene, die einer Beschäftigung nachgehen, wie die, die auf der Suche nach einer Stelle sind. Denn genauso wichtig wie Menschen in Arbeit zu bringen ist es, die Arbeit so zu gestalten, dass sie verträglich für Mensch und Umwelt ist. Hierzu gehört auch ein verlässliches Kinderbetreuungsangebot, damit Arbeitende nicht vor die Entscheidung Familie oder Beruf gestellt werden.

Freie Wohlfahrt in die Arbeitsmarktpolitik einbinden

Die Träger der freien Wohlfahrt leisten neben den Arbeitsagenturen einen unverzichtbaren Bei­trag der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

Wir GRÜNEN setzen uns daher für einen Beirat bei der Vergabe von ALG-II-Leistungen ein, in den auch die Träger der freien Wohlfahrtspflege mit eingebunden werden. Darüber hinaus möchten wir, dass der Landkreis seinen Einfluss auch in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in konstruktiv kritischer Weise gegenüber der Arbeitsagentur vertreten soll.

Beratung für Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger verbessern

Ein guter Rat ist gerade in schwierigen Lebenssituationen unverzichtbar. Gerade für Leistungs­empfängerinnen und -empfänger leider auch unbezahlbar oder schwer zu erreichen.

Wir GRÜNEN setzen uns daher dafür ein, dass unabhängige Beratungsangebote niederschwellig und kostenlos zur Verfügung stehen.

Sozialstrategie

Die im Jahr 2012 erarbeitete Sozialstrategie für den Landkreis hat aufgezeigt, dass einige soziale und ökonomische Indikatoren positiv sind (z.B. geringe (Jugend-) Arbeitslosigkeit, hochqualifi­zierte Arbeitsplätze), andere wiederum dringend einer Verbesserung bedürfen (überdurch­schnittlich hoher Zuschussbedarf bei Sozial- und Jugendhilfe, kostenintensive Eingliederungs­hilfe oder bei Hilfe zur Erziehung).

Wir GRÜNEN möchten die hier beschlossenen Maßnahmen weiter ausbauen und vervollständi­gen. Dabei gilt für uns GRÜNEN der Grundsatz: „Lieber Vorbeugen als Nachsorgen“.

Wirtschaft, Mensch und Umwelt zusammenführen

Qualitatives Wachstum heißt Wirtschaft, Mensch und Umwelt zusammenzuführen. Denn nur wenn Unternehmen Menschen in fairen Arbeitsbedingungen beschäftigen und dabei auch die Umwelt schonen, kann der Landkreis Lörrach nachhaltig ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleiben.

Wir GRÜNEN möchten die Wirtschaft vor Ort daher auffordern, Nachhaltigkeit und qualitatives Wachstum auch unter ökosozialen Gesichtspunkten zu verstehen.

Wir möchten uns dafür einsetzen, dass der Landkreis Lörrach ein attraktiver Standort für Unter­nehmen und Selbstständige wird, die neue zeitgemäße umwelt- und energieschonende Maß­stäbe setzen wollen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Familien müssen eine echte Chance bekommen, ihr Berufsleben und die Bedürfnisse der Familie unter einen Hut zu bringen. Was wir im letzten Jahr zusammen mit den Landes- und Kommu­nalverantwortlichen in Bezug auf das Kinderbetreuungsangebot in der Region geschafft haben ist lobenswert. Fast jedes Kind in unserem Landkreis hat einen Krippen-, Kindergarten- oder Kindertagespflegeplatz. Gerade bei uns im ländlichen Raum bedarf es weiterer Anstrengungen, um jedem Kind den von seinen Eltern gewünschten Platz zu ermöglichen. Nur so ist es möglich, dass Familie und Beruf zusammenfinden können.

Wir GRÜNEN setzen uns daher für einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungsan­gebote im gesamten Landkreis ein.

Wir GRÜNEN möchten dabei, dass die Städte und Gemeinden neben der institutionalisierten Kinderbetreuung in Kitas und Kindergärten auch die Kindertagespflege kooperativ unterstützen. Doch egal in welcher Form die Kinderbetreuung erfolgt: entscheidend ist für uns immer die Qualität. Denn nur, wenn im ganzen Kreis eine gleich hochwertige Kinderbetreuung erreicht ist, kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch gewährleistet werden.

Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einbinden

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur eine Sache der Kommunen des Landkreises und der Familien, sondern auch der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Wir GRÜNEN setzen uns für einen offenen Dialog ein, damit noch mehr Unternehmen die Weiterentwicklung hin zu einem familienfreundlichen Landkreis mitgestalten.