Landwirtschaft und Lebensmittel

Landwirtschaft:  Hier wächst etwas Gutes

Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft und erfolgt daher am bes­ten im Einklang mit der Natur. Eine naturnah und biologisch wirtschaftende Landwirtschaft ohne chemischen Pflanzenschutz trägt daher zu einer intakten Umwelt in der Region bei. Öko­logische Landwirte sorgen somit für eine stabile und gesundheitliche Lebensgrundlage und er­zeugen auch gesunde Nahrung für Konsumentinnen und Konsumenten.

Regionale Landwirtschaft unterstützen

Einen wichtigen Beitrag hierfür bieten die zumeist kleinbäuerlichen Landwirtschaftsbetriebe. Außer der Produktion von Lebensmitteln halten diese Betriebe bis in die Höhen des Schwarz­waldes auch die Landschaft offen und tragen entscheidend dazu bei, eine vielfältige und attrak­tive Kultur- und Erholungslandschaft zu sichern

Wir GRÜNEN unterstützen und fördern diese wichtige Arbeit. Daher setzen wir uns für eine Förderung ein, die den speziellen Anforderungen dieser Landwirtschaftsbetriebe auch gerecht wird.

Vermarktung regionaler Produkte

Die vielen ansprechenden Wochenmärkte in der Region sind ein Zeugnis ihrer vielfältigen land­wirtschaftlichen Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel und kurzer Transportwege. Zudem unterstützen sie eine gute Vermarktung gerade für die kleineren und mittleren Land­wirtschaftsbetriebe unserer Region. Wir GRÜNEN fördern weitere Anstrengungen zur Unter­stützung der örtlichen Landwirtschaft, wobei Anreize für Bürgerinnen und Bürger zum Einkauf und zur Nutzung der regionalen Produkte gegeben werden sollen.

Bio-Anbau fördern

Biologisch arbeitende Betriebe tragen durch ihre Anbauweise zum Schutz der Böden, des Was­sers und der Luft bei und praktizieren eine artgerechte Tierhaltung.

Wir GRÜNEN möchten daher, dass Flächen, die der Landkreis verpachtet, nur mit Bio-Anbau betrieben werden. Kreiseigene Einrichtungen und Mittagstische in den Schulen sollten mit re­gionalen Bio-Lebensmitteln bedient werden.

Umweltschädigende Nährstoffüberschüsse reduzieren

Nährstoffüberschüsse der Landwirtschaft, insbesondere von Stickstoff und Phosphor, führen zu einer Belastung und Eutrophierung von Böden, Grundwasser, Oberflächengewässer, Luft und Klima mit negativen Auswirkungen auf Biotopqualität und Biodiversität. In der nationalen Stra­tegie zur biologischen Vielfalt ist für Deutschland eine Rückführung des Stickstoffüberschusses auf unter 80 kg Stickstoff pro Hektar bis 2015 bzw. unter 50 kg Stickstoff pro Hektar bis 2020 angestrebt.

Wir GRÜNEN setzen uns für eine konsequente Reduzierung der umweltschädigenden Nähr­stoffüberschüsse ein, z. B. durch die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft wie beim Bio-An­bau.

Gen-Food NEIN DANKE!

Über die Gefahren für Mensch und Umwelt gibt es beim Gen-Food keine zuverlässigen Er­kenntnisse. Über 80 Prozent der Bevölkerung sprechen sich daher gegen eine Nutzung von Genpflanzen und -tieren aus.

Wir GRÜNEN setzen uns seit Beginn für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln ein. Wir treten daher für eine Selbstverpflichtung des Land­kreises und seiner Gemeinden ein, bei den kommunalen Flächen auf die Verwendung von gen­technisch veränderten Organismen zu verzichten, den Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut von den Pächtern kommunaler Grundstücke nicht zu gestatten und damit die gentechnikfreie Region zu erhalten.