Ska Keller und Gerhard Zickenheiner sprechen mit Flüchtlingshelferinnen und –helfern über die aktuelle Flüchtlingspolitik

Ska Keller, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, kam bei ihrem Besuch in Lörrach zusammen mit Gerhard Zickenheiner, grüner Bundestagskandidat für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim, ins Gespräch mit dem Freundeskreis Asyl und dem Arbeitskreis Miteinander.

Die beiden Grünen trafen sich mit Ingrid Jennert und Robert Kölblin, Mitglieder des Arbeitskreis Miteinander (AKM e.V.) und Martina Paukert vom Freundeskreis Asyl, um sich über die aktuelle Flüchtlingssituation vor Ort und auf europäischer Ebene auszutauschen.

Die beiden Helferkreise waren sich einig, dass – auch wenn häufig anders dargestellt – das gesellschaftliche Bewusstsein für die Unterstützung von Flüchtlingen in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen sei. „Es ist wichtig, dass wir uns der Wertigkeit unserer gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte, wie zum Beispiel der Gleichberechtigung von Mann und Frau, genauso bewusst sind, wie der Bedeutung von Solidarität mit Flüchtlingen. Dies gilt es zu vermitteln“, äußerte Zickenheiner.

Jennert, Paukert und Kölblin berichteten, dass sie sich in ihre Arbeit in den Gemeinschafts- und Anschlussunterkünften eingefunden haben und ein guter Austausch mit Stadt und Landkreis bestehe. Der AKM wie auch der Freundkreis plädierten jedoch dafür, die entstandenen Strukturen und Abläufe aufrecht zu erhalten, um auf zukünftige Flüchtlingsentwicklungen schnell reagieren zu können. Ska Keller fügte hinzu: „Wir brauchen flexible Strukturen bei der Unterbringung und stärkere, gute europäische Asylregelungen, die nicht die Solidarität unter den Mitgliedsstaaten untergraben. Ich bin überzeugt, dass andere politische Regierungskonstellationen in den einzelnen Mitgliedsstaaten Verbesserungen bringen können.“

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