Grüner Bundestagskandidat im Schutzanzug – Gerhard Zickenheiner auf Erkundungstour zur Bienenzucht von Thomas Bayer am Haltinger Berg

Auf seinen Wanderungen und Spaziergängen durch den Wahlkreis Lörrach-Müllheim besuchte Gerhard Zickenheiner mit interessierten Gästen die Bienenzucht von Thomas Bayer. Bei bestem Wetter startete die Gruppe von der Winzergenossenschaft Haltingen, passierte die Haltinger Weinberge, um im Wald auf die Bienenhäuschen zu stoßen, die dort gut sichtbar im Wald stehen. „Der Honig ist ein Mischhonig, Laubwald- sowie Wiesenblumenakzente machen ihn würzig“, erläuterte Bayer, der daraufhin mit Rauch die Bienen zum Rückzug bewegte, während die mutigsten der Exkursion sich im Schutzanzug näherten. „Der Rauch signalisiert Gefahr, die Bienen gehen ins Innere zum Tanken, um fit für eine eventuelle Evakuation zu sein. Die Zeit nutzen wir Imker zum Arbeiten.“ Dann wurden die Waben gesichtet, die Königin vorgeführt und der Aufbau des Bienenstockes erläutert. „Die Überlebensstrategien der Bienenvölker sind einzigartig“, so Bayer, „und trotzdem erleben wir einen Schwund an vielen Orten“. Dieser habe vor Allem seinen Grund im unsachgemäßen Einsatz von Herbiziden und anderen Giften. Wenn diese zur Flugzeit über Mittag ausgebracht werden, dann setze das Sterben im Feld ein. Auch der Milbenbefall sei ein Problem, insbesondere weil die gängigen chemischen Präparate schnell Resistenzen hervorrufen und danach wirkungslos seien. Bayer verwendet Oxalsäure und Ameisensäure, welche die Bienen auch selbst produzieren, verstärkt also leiglich deren Abwehrsystem. Zickenheiner, der neben seinem Architektur- und Regionalentwicklungsbüro mit seiner Lebensgefährtin eine Nebenerwerbslandwirtschaft betreibt, war wie die anderen Besucher begeistert von dem komplexen Lebenssystem im und ums Bienenhäuschen. „Vieles in unserer heimatlichen Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren zum Beseren gewendet. Die Betreiber sind zwischenzeitlich meistens sehr gut geschult und wissen um die Bedeutung der Artenvielfalt und damit auch der Bienen in unserer Heimat bescheid. Schließlich geht es auch nicht mehr um die alten Grabenkämpfe zwischen Bio und Konventionell, sondern um das gemeinsame Suchen nach dem besten Weg zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen. Ich hoffe, dass wir auf dem Weg auch bald wieder das Leben der Bienen sichern können, so Zickenheiner, der am liebsten gleich ein kleines Völkchen mitgenommen hätte.

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