Erfolgreiches Grünes Kino

„Cycling Cities“ – Impulse für die Mobilitätswende und nachhaltige Stadtentwicklung

Die Frage, wie Städte zukunftsfähig, klimafreundlich und lebenswert gestaltet werden können stand im Mittelpunkt des Grünen Kinos im Free Cinema in Lörrach mit der Dokumentation „Cycling Cities“, einer Veranstaltung des Kreisverbands Lörrach von Bündnis 90/Die Grünen.

„Cycling Cities“ zeigt eindrucksvoll, wie europäische Städte den Wandel hin zu einer fahrradfreundlichen Infrastruktur gestalten. Im Mittelpunkt stehen innovative Konzepte, politische Entscheidungen und das Engagement von Bürger*innen, die den öffentlichen Raum neu denken und gestalten.

Was können wir für die Region Lörrach aus dem Film lernen? Die Fragen aus dem Publikum moderierte Daniela Huber vom Grünen Kreisvorstand in der Diskussion mit dem Filmemacher, Ingwar Perowanowitsch, der Radverkehrsplanung und Koordinatorin für Mobilitätsstationen vom Landkreis Lörrach, Jessica Mörsdorf, und dem Vorsitzenden der IG Velo in Weil, Klaus Geese.

„Wie schafft man es, dass Menschen ganzjährig mit dem Fahrrad pendeln?“

Frau Mörsdorf setzt sich für Kombiangebote ein, die Fahrrad und ÖPNV stärken, wie sichere Fahrradabstellmöglichkeiten und Fahrradvermietung wie z.B. in Basel. Wenn Arbeitgeber*innen für Umkleide- und Duschmöglichkeiten sorgen, ist dies für Fahrradpendler*innen attraktiv.

„Wie kann man u.a. das Handwerk von Fahrradstädten überzeugen?“

Hier weist Herr Geese auf die Entlastung des PKW-Verkehrs hin, da es weniger Staus gibt. Positive Beispiele aus Weil sind, Handwerker, die mit dem E-Lastenfahrrad bis zu den Haustüren fahren, oder die Feuerwehr, die Termine mit dem E-Bike wahrnimmt.

„Wurde bei der Planung auch das Thema Inklusion mitgedacht?“

„Ja, breite Wege auch für E-Rollis und größere Abstellflächen für z.B. Dreiräder oder kleine E-Mobile für ältere Menschen sind mitgedacht“, antwortete Ingwar Perowanowitsch. Cycling Cities fördern die Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben, auch Kinder und Jugendliche profitieren von Ihnen. In Amsterdam hat der Protest der Kinder die Verkehrswende eingeläutet.

„Wurde das Thema Tourismus mitgedacht? Welche Geschäfte profitieren v.a. von Cycling Cities?“

In den Niederlanden gibt es eine größere Bandbreite bei den Geschäften, bereits in der Stadtplanung wird das mitgedacht. Studien belegen, dass vor allem Cafés und Gastronomie von Fahrradstädten profitieren, so der Filmemacher.

Fazit: Es braucht eine Kooperation mit unterschiedlichen Playern wie Verkehrsplanung, Stadtplanung (10-Minuten-Städte), Klimaanpassungsmanagern und Bürger*innen. Für große Veränderung braucht es einen starken politischen Willen, den man in Paris erleben kann! Kleine Maßnahmen lassen sich schnell umsetzen und müssen gut kommuniziert werden, damit die Menschen es auch als positive Veränderung wahrnehmen. Cycling Cities sind lebenswerte Städte, die klimafreundlich sind, Klimaanpassung mitdenken und mehr Menschen Teilhabe ermöglichen.