Grüne machen die Lörracher Innenstadt sauberer und sammeln Ideen, um das Stadtbild von Müll zu befreien.

Der Ortsverband Lörrach-Unteres Wiesental hat zu einer Clean-Up-Aktion in Lörrach eingeladen. Ziel war es, die vermüllten Bereiche der Lörracher Innenstadt von Plastik, Glas und anderem Verpackungsmüll zu befreien und auf mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen. Rund ein Dutzend Aktive machten den Hebelpark, den Bahnhofsplatz, den Senserplatz und den Aichelepark sauber. Auf einer Mitmach-Karte konnten außerdem 20 konkrete Verbesserungsvorschläge von interessierten Bürger*innen für ein saubereres Stadtbild gesammelt werden.

„Die Idee für diese Aktion ist bei unseren verschiedenen Infoständen in den vergangenen Monaten entstanden. Wir haben Passant*innen gefragt, wie Lörrach schöner werden könnte. Aufgrund mehrerer Hinweise zu Müllhotspots in der Stadt war es uns wichtig, hier aktiv zu werden”, so Elisabeth Lindner, Sprecherin des Ortsverbandes. 

Auch die Grüne Stadträtin Elisabeth Weiß-Sinn war mit dabei. Sie hatte sich im Vorfeld mit dem Werkhof der Stadt ausgetauscht. Dieser verdeutlichte, dass er bereits in einem sehr regelmäßigen Turnus im gesamten Stadtgebiet für Sauberkeit sorgt. Am Marktplatz und in der Innenstadt sind die Mitarbeiter*innen zum Beispiel täglich unterwegs, in den Parks – wie dem Hebel- oder Aichelepark – mindestens dreimal pro Woche. 

Elisabeth Weiß-Sinn sagt: „Den Mitarbeiter*innen des Werkhofs und der Eigenbetriebe Stadtgrün gilt unser großer Dank, denn sie sorgen regelmäßig für Sauberkeit in der Stadt. Trotzdem haben wir innerhalb von wenigen Stunden vier große Müllsäcke gesammelt, darin über 1.000 Zigarettenstummel und mehrere gebrauchte Pizzakartons. Das zeigt, dass wir auch die Verantwortung unserer Bürger*innen brauchen. Wir alle wollen saubere Parks und Plätze. Nur so sind sie unser aller Wohnzimmer zum Wohlfühlen. Müll aus der Stadt und der Landschaft zu entfernen, kostet nicht nur viel mehr Arbeit, sondern auch viel mehr Geld. Für unseren Werkhof bedeutet es zudem eine hohe Arbeitsbelastung.“

Die Werkhofmitarbeiter*innen sehen besonderen Handlungsbedarf im Landschaftspark Grütt und an sonstigen beliebten Orten. Insbesondere bei schönem Wetter entstehen im Bereich der Grillplätze hohe Müllberge. Doch auch an anderen Stellen, beispielsweise bei Altkleider- oder Glascontainern, wird häufig illegal Müll abgelagert. Eine weitere Herausforderung sind Aufkleber an Straßenlaternen, Mülleimern und Verkehrszeichen, die einen enormen Reinigungsaufwand bedeuten. Bei Schildern sorgen Aufkleber für „Blindheit“ in der Nacht, da der Kleber die reflektierende Folie beschädigt, sodass die Schilder an Rückstrahlkraft verlieren.

Die Grüne Gemeinderatsfraktion wird diese Punkte sowie die gesammelten Ideen für Mülleimer, häufigere Leerungen oder Reinigungen und weitere Ideen in ihrer Arbeit im Rat aufgreifen.